symbolisches Bild für Netzwerke

Paritätische Netzwerke

Pari-AG

Die Pari-AG, eine Arbeitsgruppe von Mitgliedsorganisationen, diskutiert neue gesellschaftliche Entwicklungen und deren Relevanz für das eigene Arbeitsfeld. Sie arbeitet seit mehr als 30 Jahren in den Bereichen der Unterstützung und existenziellen Hilfestellungen benachteiligter Menschen (Gesundheitsberatung, sexuelle Gewalt, Gleichstellung behinderter Menschen, Schuldnerberatung usw.) Durch sie entstehen neue Kooperationen oder spontane politische Stellungnahmen.
In den letzten Jahren ist der Mangel an bezahlbarem und angemessenem Wohnraum immer größer geworden.
Gerade sozial benachteiligte Menschen: Alleinerziehende mit Kindern, Familien in Trennung, psychisch Kranke, Menschen in der Resozialisierung oder Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, finden keine Wohnungen, die sie bezahlen können. 20% der Menschen in der Schuldnerberatung kommen in die Schuldnerberatung, weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können.
Im öffentlichen sozialen Wohnungsbau gibt es einen großen Stau. Lange Jahre wurde hier nicht investiert und es gibt kaum noch Flächen im Stadtgebiet, die dafür genutzt werden können.

AG interkulturelle Öffnung

In unserem Land begegnen sich längst verschiedene Kulturen. Um sich den Begriffen "Interkulturelle Öffnung" und "Interkulturelle Kompetenz" zu nähern, ist die Auseinandersetzung mit "Kultur" und "Kulturen" unerlässlich. Denn etwas "Inter-Kulturelles" muss wortwörtlich "zwischen den Kulturen" stattfinden. Was aber macht die "Kultur" von einzelnen Menschen, von Gruppen, Gesellschaften oder Nationen aus? Wichtig dabei ist, dass es auch unter Deutschstämmigen verschiedene Kulturen im Sinne von verschiedenen Milieus, Lebenswelten oder Subkulturen gibt. Demzufolge sind die Grenzen zwischen den Kulturen nicht unbedingt identisch mit Sprachgrenzen, Landesgrenzen oder Grenzen zwischen den Völkern.
Für die soziale Arbeit ist dies von Bedeutung, um sozial und kulturell geprägte Bedürfnisse, Konflikte und Vorurteile erkennen und bearbeiten zu können und gleichzeitig Kulturen als prozesshafte Gebilde zu verstehen. Vor diesem Hintergrund beschreibt die interkulturelle Öffnung einer Organisation keinen endgültigen Zustand, der zu einem bestimmten Stichtag erreicht ist, sondern einen kontinuierlichen Veränderungsprozess, den Menschen, Strukturen und Organisationen durchlaufen.

 

Paritätisches Projekt Inklusion

Mit Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland dazu verpflichtet, die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen - egal ob mit oder ohne Behinderung - am gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen.
Das Recht auf Chancengleichheit für jeden - dieser Gedanke der Inklusion ist für den Paritätischen NRW Grundsatz seiner Arbeit. Seine Prinzipien der Toleranz, Offenheit und Vielfalt beinhalten das Recht eines jeden Menschen auf gleiche Chancen zur Verwirklichung seines Lebens. Daher hat es sich der Verband zur Aufgabe gemacht, aktiv und öffentlich wahrnehmbar an der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft mitzuwirken. Nur wenn Inklusion für alle Menschen selbstverständlich ist, ist gleichberechtigte Teilhabe für alle gewährleistet.
Ein Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft - auch die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW haben Inklusion zur Leitlinie ihres Handelns gemacht.  Es gibt viele neue Angebote und Ideen zu barrierefreier Kommunikation, inklusiven Arbeits- und Wohnprojekten, Freizeitgestaltung oder ehrenamtlicher Arbeit. Der Verband berät die Mitgliedsorganisationen bei der Umsetzung ihrer Inklusions-Vorhaben und hilft beispielsweise bei der Akquise von Fördermitteln. Durch die Bereitstellung von Informationen, Arbeitshilfen, wie "Der Barriere-Checker", Veranstaltungen und die Vernetzung der Mitgliedsorganisationen untereinander bringt er sie auf den neuesten Stand und unterstützt bei der Ideenfindung.

 

Regionale und überregionale Facharbeitskreise

Innerhalb unserer Fachbereiche bieten wir regionale und überregionale Fachkonferenzen und Tagungen an. Hier können sich unsere Mitgliedsorganisationen mit innovativen Ansätzen, Förderrichtlinien, Referentenentwürfen und drängenden sozialen Problemen kollegial beraten und fortbilden.