Gruppenbild Jennifer Oppers, Samuel Koch, Wilfried Böhm, Christoph Beyer

Top im Job mit Handicap

Vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt – VdK NRW verleiht vilmA

„Muss die Erzieherin laufen können?" So lautete der Titel eines Plakats der Aktion Mensch, das Jennifer Oppers in ihrem Berufsalltag bei der Oberhausener Kindertagesstätte vom Verein Alsbachtal, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, zeigt. Mit ihrer Geschichte möchte sie zeigen, dass Menschen mit Behinderung es auch unter schwierigen Bedingungen auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen können. Dafür zeichnete der VdK NRW, ebenfalls Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, sie nun mit dem vilmA-Preis aus. vilmA steht für vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt.

Um ihren Traumberuf zu ergreifen musste die 32-jährige Rollstuhlfahrerin jede Menge Durchhaltevermögen aufbringen. Eigentlich sollte sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten. Doch Jennifer Oppers kämpfte für ihren Traum, mit Kindern arbeiten zu können: So war sie zunächst drei Jahre lang als Hilfskraft im Familienzentrum von Alsbachtal, einem Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, tätig, bevor sie nach dem Besuch der Berufsschule die staatliche Anerkennung für ihren Beruf erwarb.

Berufliche Teilhabe ist ein grundlegendes Persönlichkeitsrecht


Mit dem Preis vilmA zeichnet der VdK NRW Menschen aus, die in besonderer Art und Weise zeigen, wie berufliche Inklusion gelingen kann. „Die berufliche Teilhabe ist ein grundlegendes Persönlichkeitsrecht und eine wesentliche Voraussetzung für ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben. Für Menschen mit Behinderung ist es aber leider selbst in Zeiten des Jobbooms immer noch keine Selbstverständlichkeit, einer Arbeit nachgehen zu können, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Eine der Ursachen dafür ist zweifellos, dass man ihnen einfach zu wenig zutraut. Daher ist es für uns so wichtig, Unwissenheit und Unsicherheit durch die positiven Beispiele unserer Preisträger zu ersetzen,“  machte der VdK NRW-Vorsitzende Horst Vöge bei der Preisverleihung im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte deutlich. Schirmherr des Preises ist Samuel Koch.

Jennifer Oppers, die in der Kita des Vereins Alsbachtal arbeitet, wurde vom VdK NRW mit dem Preis vilmA ausgezeichnet. Mit im Bild: Samuel Koch (vorne links), der Vorsitzende der vilmA-Jury Wilfried Böhm (hinten links) und Christoph Beyer vom Landschaftsverband Rheinland (hinten rechts).
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Insgesamt zeichnete der VdK NRW acht Menschen aus, die ein gutes Beispiel für Inklusion auf dem Arbeitsmarkt sind.
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