Wachsam sein für Menschlichkeit

Großes Bündnis erklärt Entsetzen über Bundestagsanfrage der AfD

Ein gemeinsames Bündnis aus dem Paritätischen Gesamtverband und 17 weiteren Organisationen zeigt sich entsetzt über die Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland. Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten. Es vermittelt sich darüber hinaus die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel.

Nein zu Abwertung - nein zu Rassismus


Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnere damit an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden. Das Bündnis ruft die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen. Es sagt „Nein“ zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.

Unterzeichnende Organisationen:

  • Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland
  • BAG Selbsthilfe
  • Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
  • Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter
  • Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen
  • Bundesvereinigung Lebenshilfe
  • Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie
  • Dachverband Gemeindepsychiatrie
  • Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG)
  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
  • Deutsche AIDS-Hilfe
  • Deutscher Kinderschutzbund
  • Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie
  • Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland
  • Der Paritätische Gesamtverband
  • Sozialverband Deutschland SoVD
  • Sozialverband VdK Deutschland
  • Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland