Was tut sich in der Städteregion? Welche sozialen Themen sind in der Diskussion? Was sagen der Paritätische und seine Mitgliedsorganisationen? Auf dieser Seite finden Sie Informationen, Stellungnahmen und Positionen des Paritätischen zu aktuellen sozialpolitischen Themen in unserer Region.
Januar 2010 - In Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Integration und dem Eine Welt Forum hat die Arbeitsgruppe Einwanderung einen Stadtplan für NeuAachenerInnen herausgegeben.
In Aachen haben ca. 30 % der Bevölkerung einen familiären Integrationshintergrund. Auch bei den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen sind Menschen anderer Nationalitäten ein fester Bestandteil des Klientels und auch Personals. Die Arbeitsgruppe möchte die offenen Fragen der Beratungsstellen aufgreifen und integrative Projekte gemeinsam weiter entwickeln. Erstes Produkt, mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Umwelt der Stadt Aachen, ist der handliche Stadtplan.
In 7 Sprachen werden die Nutzer begrüßt und auf wichtige Anlaufstellen für die eigene Orientierung hingewiesen. Vom Tourist Service über die Stabsstelle Integration bis zu Aidshilfe können alle Beratungsstellen aufgefunden und angerufen werden.
Z. Zt. ist der Stadtplan schon vergriffen. An der Neuauflage wird gearbeitet.
Juli 2009 - Kinderregelsätze auch nach Erhöhung zum 1. Juli nicht bedarfsdeckend
Anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung des Paritätischen und des nordrhein-westfälischen Sozialministeriums unterstützte der Paritätische Wohlfahrtsverband die Forderung des Sozialministers Karl-Josef Laumann nach einer sofortigen Neubemessung der Kinderregelsätze und forderte eine Anhebung der Hartz IV-Sätze für Kinder und Jugendliche je nach Altersstufe um bis zu 36 Prozent. „Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung zwei Millionen Kinder und ihre Familien in ihrer Armut im Stich lässt und bis 2011 vertröstet“, kritisierte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Weitere Informationen: www.der-paritaetische.de
Dezember 2008 - Mitte Dezember legt die Stadt Aachen einen Zwischenbericht zum Sozialentwicklungsplan (SEP) vor. Bereits im Frühjahr hatte der Paritätische eine Stellungnahme zum Sozialentwicklungsplan vorgelegt. Die zentralen Punkte sind:
1. Über die verwaltungsinterne Koordination der städtischen Ämter hinaus sollen die eigentlichen Ziele des SEP mit den Bedarfsaussagen der freien Träger abgestimmt werden.
2. Soziale Problemstellungen haben oftmals eine ganze Reihe von Ursachen. Bei obdachlosen oder psychisch kranken Menschen sind dies etwa Arbeitslosigkeit und Verschuldung. Solche Ursachenbündel sollten im SEP auch additiv dargestellt und mit anderen statistischen Daten zu Risikowahrscheinlichkeiten zusammengefasst werden.
3. Hieraus können dann in Zusammenarbeit mit den freien Trägern zielgruppengemäße und niedrig schwellige Konzepte für neue „Bedarfsketten“ entwickelt und umgesetzt werden. Die demografische Entwicklung erfordert auch neue Angebote beispielsweise zur Versorgung altgewordener Behinderter oder älterer Drogensüchtiger.
4. In diesem dynamischen Prozess setzt die Politik die Ziele und den wirtschaftlichen Rahmen. Sozialausgaben werden so zu nachhaltigen wirtschaftlichen Investitionen in die Lebensqualität der Bürger der Stadt.
5. Als soziale Dienstleister, als Arbeitgeber und als Gewährsebene für Drittmittel (Landes- und Bundesmittel, Sponsoren) haben die freien Träger dabei eine unverzichtbare Rolle für die zukünftige soziale Entwicklung der Stadt Aachen.
Regine Berg, Vorstand
Merete Menze, Geschäftsführung
November 2008 - In der Städteregion Aachen gibt es aktuell 1.150 Plätze in Kindergärten, Tagesstätten, integrativen und heilpädagogischen Einrichtungen. Sie sind entweder in Trägerschaft von Eltern („Eltern-Initiativ-Kindergärten“) oder von finanzschwachen gemeinnützigen Vereinen (Lebenshilfe, Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, Studentenwerk AöR). 75 Plätze gibt es in sogenannten „Spielgruppen“, die meist keinerlei öffentliche Förderung erhalten.
Die Umstellung vom „Gesetz Tageseinrichtungen für Kinder (GTK)“ zum „Kinderbildungsgesetz KiBiz“ ab dem Kindergartenjahr 2008/2009 und die Entscheidung der Landesregierung zur Schließung von Horten zu Gunsten der „Offenen Ganztagsschule“ (OGS) hatte trotz breit angelegter Öffentlichkeitsarbeit und Intervention auf Verwaltungs- und politischer Ebene einschneidende Konsequenzen:
In Aachen musste der Schülerladen in der Hermannstraße bereits 2007 schließen und der "Zauberhut" in der Trierer Straße hat bis zur Umstellung auf die OGS seine Plätze reduziert. In Würselen schließt der DKSB einen eingruppigen Kindergarten wegen rückläufiger Anmeldezahlen. Die Räumlichkeit in der Bahnhofstraße galt allerdings seit Bestehen als „eine Übergangslösung“.
Auch für eine Reihe weiterer Träger wird das neue Gesetz in den Jahren bis 2011 Schwie-rigkeiten mit sich bringen, für die es heute noch keine Lösungen gibt. Einzelne Einrichtungen werden gar um ihr Überleben fürchten müssen. Der PARITÄTISCHE wird sich dabei aktiv für die Interessen seiner Mitglieder einsetzen. Da das Gesetz insbesondere große Träger und Verbünde favorisiert, ist zudem kaum zu erwarten, dass es Neugründungen von Kindertageseinrichtungen durch Eltern gibt.
Rochus Kleineidam
September 2008 - Die StädteRegion Aachen wird für die rund 568.000 Einwohner neue soziale Unterstützungssysteme und für unsere 111 Mitgliedsorganisationen neue Strukturen der Beratung und politischen Mitbestimmung mit sich bringen. Für den Paritätischen stehen dabei folgende Fragen im Vordergrund: Wie werden soziale Probleme wahrgenommen? Welche Hilfssysteme und Netzwerke werden aufgebaut? Wie werden Familien und Kinder unterstützt? Mehr